Viktor Orbán hat am Mittwoch in Budapest in seinem ersten politischen Auftritt seit der Parlamentswahl im April 2026 die Regierung von Péter Magyar als "Zeitalter der Tyrannei" bezeichnet und seine Fidesz-Partei zum "nationalen Widerstand" aufgerufen.

Erster Auftritt seit der Wahlniederlage

Bei einer Pressekonferenz in Budapest sprach Orbán von einem "autoritären Regime" und warf der neuen Regierung demokratiefeindliche Methoden vor. Er kündigte an, die Fidesz werde "alle friedlichen Mittel" gegen den Machtmissbrauch sowohl innerhalb als auch außerhalb des Parlaments einsetzen. Damit bezog Orbán klar Stellung gegen die erst im Frühjahr gewählte Regierung.

Auslöser des Auftritts war eine Razzia ungarischer Staatsanwälte in den Büros der Fidesz-Partei. Dabei wurden nach Angaben der Ermittler Datenträger sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft erklärte, sie ermittle wegen Veruntreuung und anderer Straftaten im Zusammenhang mit dem Nationalen Kulturfonds. Konkrete Anklagen wurden bisher nicht öffentlich bekannt.