Am zweiten Tag der österreichischen Budgetdebatte im Nationalrat haben die Oppositionsparteien FPÖ und Grüne das Budget der Regierung mit scharfer Kritik an Kürzungen bei Universitäten ab 2028 sowie an frauenpolitischen Sparmaßnahmen konfrontiert.

Hintergrund

Die Opposition nutzte auch den zweiten Verhandlungstag, um ihre grundsätzlichen Vorbehalte gegen das Budget zu erneuern. Während die Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP die Rekordhöhe des Budgets betonten, sahen FPÖ und Grüne eine Schieflage zwischen höheren Kernausgaben und Sparmaßnahmen in frauenrelevanten Bereichen. Beide Fraktionen warfen der Regierung vor, Budgetkonsolidierung zulasten von Frauen zu betreiben.

Wissenschaftssprecher Martin Graf (FPÖ) kritisierte die zuständige Ministerin Eva Maria Holzleitner (SPÖ) dafür, dass sie nicht ausreichend auf bestehende Rigiditäten im Hochschulsystem hinweise, um notwendige Mittel freizumachen. Konkret schlug Graf vor, die Verwaltung der Akademie der Bildenden Künste und der Universität für angewandte Kunst zusammenzulegen, um Synergien zu heben.