OpenAI plant den nach eigenen Angaben größten Umbau seines Chatbots ChatGPT seit dessen Einführung und will die Anwendung zu einer sogenannten Superapp mit Programmierwerkzeugen und KI-Agenten ausbauen, wie die Financial Times unter Berufung auf mehr als ein Dutzend aktueller und ehemaliger Mitarbeitender berichtet.

Hintergrund: Was plant OpenAI konkret?

Wie die Financial Times am Sonntag unter Berufung auf mehr als ein Dutzend aktuelle und ehemalige Beschäftigte berichtete, handelt es sich um die umfassendste Neuausrichtung in der Unternehmensgeschichte. Dem Bericht zufolge, so die Zeitung, "soll das Programmierprodukt Codex aufgewertet werden". Die Änderungen seien Teil einer umfassenden Umstrukturierung bei OpenAI, schrieb das Blatt. OpenAI äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht; eine Stellungnahme von OpenAI lag zunächst nicht vor.

Die neuen Funktionen sollen in den kommenden Wochen schrittweise eingeführt werden, zunächst als Updates für die ChatGPT-Website und die mobilen Apps. Geplant ist demnach eine grundlegende Überarbeitung der Benutzeroberfläche. Nutzerinnen und Nutzer sollen so gezielt zu Programmierwerkzeugen, Bildgenerierung und Partnerdiensten wie Canva und Booking.com gelenkt werden, berichtet die Financial Times. Langfristig will OpenAI diese Hinweise und Funktionen wieder abschaffen und sich darauf verlassen, dass die KI-Modelle die Absicht der Nutzerinnen und Nutzer automatisch erkennen.