Der ChatGPT-Rivale Anthropic hat am Montag einen vertraulichen Antrag auf einen Börsengang in den Vereinigten Staaten bei der Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht.

Das Unternehmen, das den Chatbot Claude entwickelt, gab die Einreichung selbst bekannt, nannte jedoch weder das Volumen noch die genauen Konditionen des geplanten Initial Public Offering (IPO). „Die Anzahl der angebotenen Aktien und der Preis stehen noch nicht fest“, teilte Anthropic mit.

Laut US-Medienberichten könnte der Börsengang bereits im Herbst stattfinden. Anthropic selbst erklärte, der Antrag gebe dem Unternehmen die Option, nach Abschluss der SEC-Prüfung an die Börse zu gehen. „Der geplante Börsengang hängt von den Marktbedingungen und anderen Faktoren ab“, hieß es in einer Stellungnahme.

Milliardeninvestitionen von Tech-Giganten

Mit dem Schritt hat Anthropic seinen schärfsten Konkurrenten OpenAI überholt, der ebenfalls einen Börsengang anstrebt und dessen IPO-Antrag in Kürze erwartet wird. Gil Luria, Analyst bei der Investmentfirma D.A. Davidson, sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „OpenAI und Anthropic befinden sich in einem Wettlauf um den Börsengang, bevor ihnen das Kapital ausgeht.“