Der österreichische Energie- und Chemiekonzern OMV hat im zweiten Quartal 2026 ein operatives Ergebnis vor Sondereffekten auf CCS-Basis von 446 Mio. Euro erzielt und liegt damit um 85 Prozent über dem Vorjahreswert.
Der Konzernumsatz und die operativen Kennzahlen entwickelten sich in allen drei Geschäftsbereichen positiv. Die CCS-Betrachtung (Current Cost of Supply) bereinigt die Ergebnisse um Lagerbestandsbewertungen und ermöglicht so einen besseren Vergleich der operativen Leistung. Das Ergebnis vor Sondereffekten auf Konzernebene stieg deutlich, gestützt auf höhere Raffineriemargen, gestiegene Petrochemie-Ergebnisse und robuste Gaspreise.
Segment Energy: Gesteigerte Margen trotz Produktionsrückgang
Im Segment Energy erreichte das operative Ergebnis vor Sondereffekten 885 Mio. Euro, ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2025. Der durchschnittliche Brent-Preis lag bei 103,85 US-Dollar pro Barrel und damit 53 Prozent höher als im Vergleichszeitraum. Der durchschnittlich realisierte Erdgaspreis stieg um 30 Prozent auf 37,83 Euro pro Megawattstunde. Die Kohlenwasserstoffproduktion sank dagegen um 4 Prozent auf 291.000 Barrel Öläquivalent pro Tag, was nach Angaben des Unternehmens auf kriegsbedingte Produktionsrückgänge zurückzuführen ist. Die Produktionskosten stiegen leicht um 3 Prozent auf 11,21 US-Dollar pro Barrel Öläquivalent.
