Der britische Ölkonzern BP hat im zweiten Quartal von deutlich höheren Ölpreisen profitiert und damit seinen Jahresverlauf an der Börse weiter verbessert.

Preisauftrieb durch die Sperrung der Hormus-Route

Die Ölpreise lagen im zweiten Quartal deutlich über denjenigen des Vorjahres, da der Iran die Straße von Hormus nach den Angriffen von USA und Israel faktisch gesperrt hatte. Diese Lieferrisiken trieben die Notierungen an den internationalen Rohölmärkten spürbar nach oben und sorgten vor allem bei großen Produzenten für höhere Erlöse.

BP zählt zu den Unternehmen, die von dieser Preisentwicklung überproportional profitieren. Nach den vorliegenden Daten hat der Konzern sein Jahresplus an der Börse ausgebaut. Der Aktienkurs reagierte auf den Berichtszeitraum mit weiteren Aufschlägen, gestützt auf die Aussicht auf höhere Gewinne aus dem Öl- und Gasgeschäft.

Im Branchenvergleich stehen BP, Shell und ExxonMobil gleichermaßen im Rampenlicht steigender Ölpreise. Die großen integrierten Konzerne können in Phasen knapper Versorgung ihre Margen im Upstream-Geschäft ausweiten, also bei der Förderung und dem Verkauf von Rohöl. Saudi Aramco als größter Produzent der Welt profitiert ebenfalls, fällt bei der Börsenbewertung jedoch durch den politischen Einfluss des Königreichs aus dem Rahmen einer klassischen Aktienanalyse.