Die österreichische Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) bereitet eine einmalige vorzeitige Entlassung von rund 500 Häftlingen vor, um die seit Jahren bestehende Überbelegung der heimischen Justizanstalten zu verringern.

Hintergrund: Überfüllte Haftanstalten

Die Idee wurde zuerst von der Tageszeitung „Kurier" berichtet und am Freitag von einer Sprecherin des Ministeriums gegenüber der APA bestätigt. Demnach handle es sich bei den genannten Zahlen um derzeitige Schätzungen. Eine Sprecherin des Justizministeriums sagte gegenüber der APA: „Bei den genannten Zahlen handelt es sich um derzeitige Schätzungen."

Die österreichischen Justizanstalten sind seit Langem überfüllt. Laut Angaben des Ministeriums befanden sich am 1. Juni 2026 insgesamt 9.124 Häftlinge in Haft. Bei einer vom Ministerium angegebenen Belagsfähigkeit von 8.422 Haftplätzen „entspricht das einer Auslastung von 108,34 Prozent." Hinzu kommen weitere 972 Personen, die infolge einer psychischen Erkrankung in psychiatrischen Krankenhäusern untergebracht sind oder sich im elektronisch überwachten Hausarrest befinden, wie das Ministerium mitteilte: „Weitere 972 Personen sind infolge einer psychischen Erkrankung in psychiatrischen Krankenhäusern untergebracht bzw. befinden sich im elektronisch überwachten Hausarrest."