Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) kommt in einer ersten Schnellanalyse zum Schluss, dass die seit 1. Juli geltende Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel weitgehend an die Verbraucher weitergegeben wird.
Die Analyse der Notenbank stützt sich auf hochfrequente Preisdaten aus den Online-Angeboten großer österreichischer Supermarktketten, die mittels eines Webscraping-Tools erhoben wurden. Dieses Tool beobachte täglich "einige Tausend Lebensmittelpreise österreichischer Supermärkte", heißt es im aktuellen "OeNB Policy Brief". Verglichen wurden dabei Produkte, die von der Senkung betroffen sind, mit solchen, die nicht darunter fallen.
Datengrundlage der Analyse
Das Ergebnis fällt für die Konsumenten grundsätzlich positiv aus. "Der Vergleich der Preisentwicklung von der Steuerermäßigung betroffener und nicht betroffener Produkte zeigt, dass die Steuerermäßigung in der ersten Juli-Woche in erheblichem Ausmaß an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben wurde", schreibt die Nationalbank. Die durchschnittliche Preisreduktion entspreche "nahezu einer vollständigen Weitergabe der Steuerermäßigung" an die Verbraucher:innen.
