In Österreich ist am Mittwoch, 1. Juli, die Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel von zehn auf 4,9 Prozent gesenkt worden, während Händler und Kleinbetriebe den damit verbundenen organisatorischen und technischen Mehraufwand beklagen.

Die Senkung ist laut vorliegenden Informationen unbefristet und betrifft eine Vielzahl von Produkten – von Brot und Milch über Eier bis hin zu Blattspinat und Naturjoghurt. Wie ein Sprecher der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) erklärte, behalte die Behörde den Lebensmittelhandel im Auge: "Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sowie die entwickelte Methodik bilden nun die Grundlage für eine mögliche Prüfung der Weitergabe der Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel", sagte eine Behörden-Sprecherin.

Supermärkte wie Billa, Spar und Hofer versichern, die Senkung vollständig an die Kundinnen und Kunden weiterzugeben. Billa-Österreich-Chef Erich Szuchy erklärte: "Bei allen betroffenen Produkten setzen wir die Mehrwertsteuersenkung vollständig auf den Cent genau im Verkaufspreis um und runden bei jedem Artikel ab. Das gilt selbstverständlich auch für unsere vielen Aktionen". Bei Billa sind österreichweit rund 4.000 Artikel und jährlich rund 90 Millionen Semmeln von der Maßnahme betroffen, bei Spar rund 16.000 Produkte, beim Diskonter Hofer aktuell rund 230.