Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ist in der Nacht auf Montag erstmals seit Anfang Juni über die Marke von 90 US-Dollar gestiegen und hat im Tageshoch 91,42 Dollar erreicht, ausgelöst durch die Eskalation des Nahost-Konflikts rund um die Straße von Hormuz.

Der Konflikt im Nahen Osten hat die Ölmärkte wieder fest im Griff. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kletterte in der Nacht auf Montag um bis zu fast vier Prozent auf 91,42 US-Dollar (79,95 Euro) und damit zum ersten Mal seit Anfang Juni über die Marke von 90 Dollar. Das Niveau konnte der Brent-Preis nicht ganz halten. Zuletzt lag er bei 90,20 Dollar. Seit Anfang Juli verteuerte sich die globale Öl-Referenzsorte um fast 30 Prozent.

Hintergrund: Angriffe und Gegenangriffe

Hintergrund des Preisanstiegs ist die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahost-Konflikt, die den Schiffsverkehr in der für den Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormuz erneut bremst. Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormuz zu unterbinden, bombardierte das US-Militär unterdessen in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik.