Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nehmen ihre S-Bahn-Baureihe 4020 nach fast 50 Jahren im Einsatz dauerhaft aus dem Regelbetrieb und feiern am Freitagvormittag eine Abschiedsfahrt in Wien.

Warum die Ära endet

Die Baureihe 4020 sei „schlicht aus der Zeit gefallen“, schreibt der STANDARD. Der Grund: Keine Klimaanlage, keine Barrierefreiheit, auch mit der Wartung ist es schwierig. In die Kabine kommt man nur über drei steile Stufen. Damit ist der Zug für Fahrgäste mit Kinderwägen oder Mobilitätseinschränkungen kaum nutzbar. Nach dem Abschiedstag werden die Garnituren laut den Bundesbahnen noch einige Monate als Ersatzteilspeicher verwendet – und später schließlich verkauft.

Erstmals fuhren die Garnituren Ende der 1970er-Jahre in Österreich. Insgesamt 120 Stück hat die Simmering-Graz-Pauker AG gebaut. Eine Garnitur hat nach ÖBB-Angaben im Schnitt rund 4,8 Millionen Kilometer im Schienennetz zurückgelegt. In der Bundeshauptstadt und Niederösterreich waren sie am längsten unterwegs, vom Wiener S-Bahn-Netz aus etwa nach Tulln, St. Pölten und Wiener Neustadt.