Wien, 30 Juni 2026
Der Oberste Gerichtshof (OGH) verhandelt am Donnerstag erstmals die Revision im Strafverfahren gegen René Benko, den Gründer der Signa-Gruppe, im Großen Saal des Wiener Justizpalasts.
Die Verhandlung im Großen Saal des Wiener Justizpalasts ist von 10 bis 12 Uhr angesetzt, im Anschluss wird bereits mit einer Entscheidung der Höchstrichter gerechnet. Im Mittelpunkt steht ein Urteil des Landesgerichts Innsbruck aus dem Oktober 2024, in dem Benko wegen betrügerischer Krida teilschuldig gesprochen und zu zwei Jahren Haft verurteilt worden war. Gegen dieses Urteil legten sowohl die Verteidigung als auch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) Rechtsmittel ein.
Die Generalprokuratur, die den OGH in Revisionsverfahren berät, empfiehlt, den Schuldspruch zu bestätigen, den teilweisen Freispruch aber aufzuheben. Die OGH-Richter sind an diese Empfehlung nicht gebunden, folgen ihr aber üblicherweise. Sollte der OGH der Empfehlung folgen, müsste das Landesgericht Innsbruck den zweiten Anklagepunkt neu verhandeln.
