Düsseldorf, 09 Juni 2026

Im Streit um die Kosten für Rettungsdienst-Einsätze in Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung unter Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) einen Musterbeschluss vorgelegt, der den Kommunen und Krankenkassen eine Übergangslösung für dieses Jahr ermöglichen soll.

Das geht aus einem Schreiben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an den Gesundheitsausschuss des Landtags hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach übernehmen die Krankenkassen in NRW für dieses Jahr einen Teil der Kosten für bestimmte 'Fehlfahrten', bei denen nach der Behandlung vor Ort kein Transport ins Krankenhaus nötig ist. Fehlfahrten sind Rettungseinsätze, bei denen am Ende kein Patient in das Krankenhaus gebracht wird.

Hintergrund ist ein seit Jahresbeginn schwelender Konflikt: Die Krankenkassen weigern sich seit diesem Jahr, für solche Fehlfahrten zu bezahlen. Weil das Rettungswesen in Nordrhein-Westfalen in die Zuständigkeit der Kommunen fällt, hätten mehrere Kommunen daraufhin angekündigt, sie müssten deshalb alle Patienten, die einen Rettungswagen brauchen, zur Kasse bitten. Tatsächlich sind es in vielen Städten bis zu 25 Prozent.