Norwegen hat am Sonntag in Zürich durch einen 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen Rekordweltmeister Kanada die Bronzemedaille bei der Eishockey-Weltmeisterschaft gewonnen und damit das erste WM-Edelmetall der norwegischen Eishockey-Geschichte gesichert.

Vor dem Spiel in Zürich war Norwegens beste Platzierung bei einer Weltmeisterschaft ein vierter Rang aus dem Jahr 1951, als die Finalrunde noch in einem Gruppenformat ausgetragen wurde. Dass ausgerechnet gegen den 28-maligen Weltmeister Kanada der historische Coup gelingen würde, war eine der größten Überraschungen des Turniers.

Dramatische Schlussphase und Overtime

Mathias Pettersen brachte die Norweger bereits in der 7. Minute mit 1:0 in Führung. Stian Solberg erhöhte in der 33. Minute auf 2:0, und lange sah es nach einem vergleichsweise ungefährdeten Sieg für den Außenseiter aus.

Doch Kanada, das als Rekordchampion in jedes Turnier geht, schlug in der Schlussphase eindrucksvoll zurück. Robert Thomas erzielte innerhalb von nur 66 Sekunden zwei Tore: in der 59. Minute den Anschlusstreffer und in der 60. Minute den Ausgleich zum 2:2. Damit retteten sich die Kanadier in die Verlängerung.