Köln/Dresden, 16. Juli 2026

Mehrere deutsche Flüsse wie Rhein, Elbe und Donau leiden derzeit unter starkem Niedrigwasser, wodurch die Binnenschifffahrt weniger Ladung aufnehmen kann und mit steigenden Transportkosten rechnen muss.

Laut der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) wurde an der Donau in den vergangenen Tagen zudem bereits der niedrigste bisherige Wasserstand gemessen. Die Behörde erwartet in den kommenden Wochen keine nachhaltige Entspannung der Lage. Auch am Rhein bestätigt die Bundeswasserstraßenverwaltung (WSV) Niedrigwasser an zahlreichen Pegeln. Der Wasserstand der Elbe lag am Dresdner Pegel am Mittwoch bei 59 Zentimetern - fast 90 Zentimeter unter dem Mittelwert.

Auswirkungen auf die Binnenschifffahrt

Die unmittelbaren Folgen für die Frachtschifffahrt sind gravierend: „Binnenschiffe können derzeit weniger Ladung aufnehmen als bei höheren Wasserständen“, heißt es beim Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB). Die geringeren Transportmengen pro Schiff führen entlang der Lieferkette zu steigenden Transportkosten. Gleichzeitig werden für die gleiche Warenmenge mehr Schiffe eingesetzt, weshalb auf dem Rhein bei Niedrigwasser häufig sogar ein höheres Schiffsaufkommen zu beobachten ist als unter normalen Bedingungen.

Andreas Bartel vom Duisburger Hafen „Duisport“ bestätigt entsprechende Probleme für die Schifffahrt. „Die Folge sind geringere Transportmengen pro Schiff und damit steigende Transportkosten entlang der Lieferkette.“ Aktuell zeige sich die Binnenschifffahrt dennoch robust und weiche beispielsweise auf den Schienenverkehr aus.