Die vorgezogene Gemeinderatswahl in der niederösterreichischen Bezirkshauptstadt Neunkirchen endete am Sonntag mit einem knappen Sieg der ÖVP vor der SPÖ und deutlichen Verlusten für die FPÖ.
Nach dem vorläufigen Endergebnis erreichte die ÖVP von Bürgermeister Peter Teix 31,69 Prozent der Stimmen, ein Minus von 3,52 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl im Jänner 2025. Die SPÖ kam auf 31,45 Prozent und legte damit leicht zu – 2020 hatte sie noch 32,48 Prozent erhalten. In absoluten Zahlen trennten die beiden Parteien nur zwölf Stimmen: 1.571 für die ÖVP, 1.559 für die SPÖ.
Die FPÖ, die mit Landesgeschäftsführer Helmut Fiedler als Spitzenkandidat antrat, musste einen massiven Einbruch hinnehmen und landete mit 19,12 Prozent auf dem dritten Platz. Bei der Wahl 2025 hatte sie noch deutlich mehr Mandate errungen, war aber durch den Parteiausschluss von Vizebürgermeister Marcus Berlosnig und sechs weiteren Gemeinderäten geschwächt worden.
Die Liste 'Wir für Neunkirchen', gegründet von ehemaligen FPÖ-Mandataren, erreichte bei ihrer ersten Wahlteilnahme 8,96 Prozent und zieht mit drei Sitzen in den Gemeinderat ein. Die Grünen kamen auf 8,78 Prozent – ein leichter Rückgang gegenüber den 9,16 Prozent aus dem Jänner 2025. Sie halten damit ebenfalls drei Mandate.
