Neun Kilometer Stau auf Süd-Routen: Kärnten, Steiermark und Tirol besonders betroffen
Wien, 25. Juli 2026
Gomera-b / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Kurzfassung
Starker Ferienreiseverkehr hat am Samstag auf den wichtigsten Transitrouten Österreichs für teils massiven Stau gesorgt. Besonders betroffen waren die Karawanken Autobahn (A11) in Kärnten, die Fernpassstrecke (B179) in Tirol sowie die Süd Autobahn (A2) in der Steiermark.
Starker Ferienreiseverkehr hat am Samstag, dem 25. Juli 2026, auf den wichtigsten Süd-Routen Österreichs für Stau und Kolonnenbildung gesorgt, wobei die Karawanken Autobahn (A11) in Kärnten mit einem sieben Kilometer langen Rückstau den Hauptschwerpunkt bildete.
Starker Ferienreiseverkehr hat am Samstag auf den viel befahrenen Routen Richtung Süden für Staus und Kolonnenbildung gesorgt. Wie der ÖAMTC berichtet, erreichten die Staus auf den wichtigsten Transitrouten des Landes neue Höhepunkte. Am heutigen Samstag, den 25. Juli 2026, brauchen Autofahrer im ganzen Land viel Geduld.
Karawanken Autobahn: Hauptschwerpunkt mit sieben Kilometern Rückstau
Stauschwerpunkt war dabei die Karawanken Autobahn (A11). Vor dem Karawanken Tunnel auf der Karawanken Autobahn (A11) in Kärnten meldete der ÖAMTC Wartezeiten von bis zu einer Stunde. Die Kolonnen standen sieben Kilometer weit zurück. Um 10.00 Uhr mussten sich Autofahrende mehr als eine Stunde bei der Ausreise nach Slowenien gedulden. Auch wer über die Grenze bei Kufstein nach Deutschland ausreisen wollte, stand bis zu 30 Minuten im Stau.
In Tirol war einmal mehr die Fernpassstrecke (B179) die am meisten überlastete Straße. Auf der Fernpassstrecke (B179) kamen die Fahrzeugkolonnen zwischen dem Inntal und dem Grenztunnel Füssen in beiden Richtungen immer wieder komplett zum Stillstand. Sowohl vor dem Grenztunnel Füssen als auch vor Reutte dauerten die Durchfahrtszeiten jeweils bis zu 20 Minuten länger. Reisende mussten hier jeweils bis zu einer Stunde mehr Fahrzeit einplanen. Besonders angespannt ist die Lage in laut ÖAMTC Tirol.
Tirol: Fernpassstrecke erneut am Limit
Auch auf der Loferer Straße (B178) ging es zwischen Söll und Going in Richtung St. Johann nur im Schritttempo voran. In Salzburg bremste der Urlauberstrom den Verkehr auf der Tauern Autobahn (A10) aus. Insbesondere im Baustellenbereich zwischen Golling und Werfen in Richtung Villach kam es zu erheblichen Verzögerungen.
In der Steiermark staut es sich auf der Süd Autobahn (A2): Im Bereich der Großbaustelle zwischen Steinberg und dem Packsattel bildeten sich kilometerlange Kolonnen. In der Steiermark wurde beim Baustellenbereich vor dem Herzogberg-Tunnel nur mehr blockweise abgefertigt, was rasch zu einem sechs Kilometer langen Rückstau führte.
Steiermark und Salzburg: Baustellen verstärken den Reiseverkehr
Nicht nur die Reiserouten in den Süden waren belastet. Sanierungsarbeiten auf der Wiener Südost Tangente (A23) führten im Bereich der Prater Hochstraße Richtung Kagran zu massiven Einschränkungen, da dort zeitweise nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung standen. Die Folge: mehr als sechs Kilometer Rückstau und bis zu 45 Minuten zusätzliche Anfahrtszeit.
Als wichtigste Transitrouten gelten dem ÖAMTC die A11, die A10, die A2 sowie die B179. Die Häufung der Vorkommnisse an einem Samstag unterstreicht, wie eng das österreichische Autobahnnetz im Hochsommer an seine Kapazitätsgrenzen stößt, Baustellen und Ferienreiseverkehr sich wechselseitig verstärken.
Wien: Sanierung der Südost Tangente erzeugt eigenen Stau
Der ÖAMTC rät allen Reisenden, nach Möglichkeit auf verkehrsärmere Zeiten auszuweichen, ausreichend Trinkwasser im Fahrzeug mitzuführen und vor Fahrtantritt die aktuellen Verkehrsmeldungen zu prüfen. berichtete die ÖAMTC-Mobilitätsinformationen. Diese Hinweise gelten insbesondere für Reisende, die mit Kindern oder Haustieren unterwegs sind und nicht ohne ausreichende Pausen die Strecke bewältigen können.
Die Karawanken Autobahn verbindet Kärnten mit Slowenien und ist eine der zentralen Routen für Urlauber, die in den Süden Richtung Adria oder Westbalkan reisen. An Spitzentagen im Sommer wird die Strecke regelmäßig zum Nadelöhr, zumal die Kapazität des Karawankentunnels begrenzt ist und sich der Rückstau auf mehrere Kilometer Länge aufstauen kann.
ÖAMTC-Empfehlungen für Reisende
In Tirol zählt die Fernpassstrecke zwischen dem Inntal und dem Grenztunnel Füssen ebenfalls zu den neuralgischen Punkten des Reiseverkehrs. Da sie eine alternative Route zur Autobahn darstellt und stark von Urlaubern aus dem deutschsprachigen Raum genutzt wird, verschärfen sich hier die Wartezeiten, wenn Baustellen oder steigendes Verkehrsaufkommen zusammenkommen.
Auch die Tauern Autobahn (A10) gehört zu den sensiblen Achsen, weil sie Salzburg und Kärnten verbindet und im Sommer Ferienreisende aus weiten Teilen Mitteleuropas in den Süden führt. Baustellen zwischen Golling und Werfen wirken sich besonders aus, weil die Strecke abschnittsweise ohnehin nur wenige Spuren pro Richtung aufweist.
In der Steiermark sorgte die Süd Autobahn (A2) im Bereich der Großbaustelle zwischen Steinberg und dem Packsattel für kilometerlange Kolonnen. Die blockweise Abfertigung vor dem Herzogberg-Tunnel verschärfte die Situation zusätzlich, weil der Verkehr nicht kontinuierlich floss.
Die Wiener Südost Tangente (A23) ist zwar keine klassische Reiseroute, doch die Sanierung der Prater Hochstraße Richtung Kagran mit zeitweise nur zwei Fahrstreifen löste eigenen Stau mit mehr als sechs Kilometern Länge aus. Pendler und Binnenreisende waren hiervon ebenso betroffen wie Durchgangsreisende.
Hintergrund: Warum die Reiserouten an Spitzentagen überlasten
Insgesamt zeigt das Bild vom 25. Juli 2026, dass die Infrastrukturen in Österreich an Spitzentagen des Reiseverkehrs überlastet sind. Die Kombination aus Sommerferienbeginn, Baustellen und einer begrenzten Zahl an Tunnel- und Passkapazitäten führte zu teils erheblichen Verzögerungen, die der ÖAMTC mit zusätzlichen Reisezeiten von bis zu einer Stunde bezifferte.
Als Reaktion empfahl der ÖAMTC, die Reisezeit zu staffeln, auf verkehrsärmere Zeiten auszuweichen und vor der Abfahrt aktuelle Verkehrsmeldungen zu prüfen. Auch ausreichend Trinkwasser im Fahrzeug solle mitgeführt werden, um Wartezeiten sicherer zu überstehen. Diese Hinweise zielen darauf ab, die Belastung für Reisende und Helfer zu reduzieren und die neuralgischen Punkte zu entlasten.
Wie der ÖAMTC berichtet, erreichten die Staus auf den wichtigsten Transitrouten des Landes neue Höhepunkte. Die nächsten Tage galten laut den Experten als weitere Belastungsprobe für das österreichische Straßennetz, da in mehreren Bundesländern mit anhaltendem Ferienreiseverkehr und Baustellen zu rechnen war.
Vor dem Karawanken Tunnel auf der Karawanken Autobahn (A11) in Kärnten meldete der ÖAMTC Wartezeiten von bis zu einer Stunde. Die Kolonnen standen sieben Kilometer weit zurück. Wer über die Grenze bei Kufstein nach Deutschland ausreisen wollte, stand ebenfalls bis zu 30 Minuten im Stau.
Reisende mussten hier jeweils bis zu einer Stunde mehr Fahrzeit einplanen. In der Steiermark wurde beim Baustellenbereich vor dem Herzogberg-Tunnel nur mehr blockweise abgefertigt, was rasch zu einem sechs Kilometer langen Rückstau führte. Die A23 in Wien blieb mit über sechs Kilometern Stau und zusätzlichen 45 Minuten Anfahrtszeit ebenfalls ein eigenständiger Schwerpunkt.
Fragen & Antworten
Welche Empfehlungen gab der ÖAMTC den Reisenden?
Der ÖAMTC riet, nach Möglichkeit auf verkehrsärmere Zeiten auszuweichen, vor Fahrtantritt die aktuellen Verkehrsmeldungen zu prüfen sowie ausreichend Trinkwasser im Fahrzeug mitzuführen.
Stau Kärnten 25.7.2026: A11 Karawanken sieben Kilometer | finanz360