Grundlsee, 15 Juni 2026

Die Gesundheitsreferentinnen und -referenten der neun österreichischen Bundesländer haben sich am Wochenende bei einem außerordentlichen Treffen in Grundlsee in der Steiermark auf eine gemeinsame Position zur Zukunft des Gesundheitssystems verständigt.

Das Treffen wurde von der Tiroler Gesundheitsreferentin Cornelia Hagele (ÖVP) geleitet, wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht. Hagele betonte, dass demografische Entwicklungen, medizinischer Fortschritt und ein zunehmender Personalmangel das System vor gewaltige Herausforderungen stellten. Die Bundesländer sehen daher dringenden Handlungsbedarf, die Weichen für die kommenden Jahre gemeinsam mit dem Bund und der Sozialversicherung zu stellen.

Innovationsfonds und faire Risikoteilung

Eine der zentralen Forderungen ist ein gemeinsamer nationaler Innovationsfonds von Bund, Ländern und Sozialversicherung. Damit sollen hochpreisige Medikamente, Krebstherapien sowie Zell- und Gentherapien solidarisch finanziert werden, gestützt auf transparente Nutzenbewertungen. Zudem sollen Versorgungs- und Finanzierungsrisiken künftig fair verteilt werden, anstatt Kosten einseitig auf Länder und Gemeinden abzuwälzen.