Fachärzte in Österreich protestieren gegen die geplante Einführung eines Zuweisungszwangs durch Hausärzte, der im Rahmen der Gesundheitsreform diskutiert wird.
Widerstand gegen die Reform
Die neu gegründete Berufsvereinigung der Fachärztinnen und Fachärzte Österreichs (Berufsverband Fachärzt:innen Österreich) hat sich deutlich gegen die geplante Gesundheitsreform ausgesprochen. Besonders kritisiert wird die mögliche Wiedereinführung einer verpflichtenden Überweisung durch Hausärzte, um Spezialisten aufzusuchen.
Fachärzte wie Irene Sperk, Bonni Syeda, Mehmet Özsoy, Verena Niederberger-Leppin und Elisabeth Heere-Ress sehen die Debatte auf dem falschen Weg. Sie warnen davor, dass die geplanten Maßnahmen nicht der Qualitätssicherung dienen, sondern vor allem Kosten reduzieren und eine Rationierung der Versorgung bedeuten könnten.
Zitate und Kritik
Florian Mittermayer, Präsident des Berufsverbands Fachärzt:innen Österreich, äußerte scharfe Kritik: *"Man sagt: Steuerung und Patientenlenkung. Man meint: Weniger Kosten und Rationierung. Auf Qualitätssicherung mit medizinischer Expertise wird bei der Debatte um Zuweisungszwang und Gatekeeping nicht vorrangig Rücksicht genommen."*
