Das österreichische Bildungsministerium hat am Dienstag die neuen Lehrpläne für die AHS-Oberstufe in die Begutachtung geschickt, in deren Zentrum das neue Pflichtfach "Medien und Demokratie" und eine Stärkung der KI-Kompetenz stehen.

Begutachtung läuft bis 11. August

Die Begutachtungsfrist für die Entwürfe endet am 11. August. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) begründete die Reform mit dem Hinweis auf die Anforderungen einer demokratischen Gesellschaft: "Demokratie braucht Menschen, die informiert sind, kritisch denken und Verantwortung übernehmen. Mit dem neuen Unterrichtsgegenstand Medien und Demokratie geben wir jungen Menschen das Rüstzeug, Informationen einzuordnen, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und sich aktiv in unsere demokratische Gesellschaft einzubringen." Das Fach soll ein theoretisches Fundament mit praktischen Projekten verknüpfen, wie es in der Aussendung heißt.

Konkret wird "Medien und Demokratie" mit zwei Wochenstunden als Pflichtfach eingeführt. Schulen können den Gegenstand mit anderen Fächern koppeln und integriert unterrichten. "Ebenfalls möglich wäre es, Medien und Demokratie mit anderen Gegenständen zu koppeln und integriert zu unterrichten." Um Platz für das neue Fach zu schaffen, fallen zwei Stunden Latein beziehungsweise zweite lebende Fremdsprache und eine Stunde für ein Wahlpflichtfach weg. Alternativ können Schulen auch bei anderen Fächern statt Latein oder Sprachen kürzen – einzige Vorgabe: Sie dürfen nicht unter die für die Fächer vorgegebene Mindeststundenzahl fallen.