Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am 5. Juli 2026 bei einer Grundsteinlegung für das Atarot Heritage Center auf einem stillgelegten Flughafen in Ost-Jerusalem den Sturz der iranischen Führung als fortwährendes Hauptziel der israelischen Politik bezeichnet.

Die Veranstaltung fand auf dem Gelände des ehemaligen Atarot-Flughafens statt, unweit der Grenzanlage zur palästinensischen Stadt Ramallah im israelisch besetzten Westjordanland. Nach Angaben, die aus der Berichterstattung hervorgehen, warb Netanjahu dort für den Ausbau jüdischer Präsenz in dem strategisch sensiblen Raum zwischen Jerusalem und Ramallah. Das Projekt ist politisch umstritten, weil der Standort nach internationalem Recht überwiegend als besetztes Geobnis gilt.

Symbolischer Ort zwischen Jerusalem und Ramallah

In seiner Rede verknüpfte Netanjahu das Vorhaben mit einer außenpolitischen Drohgebärde gegenüber Iran. Er bezeichnete den Sturz der iranischen Führung als das „Hauptziel“, ohne konkrete Schritte oder einen Zeitplan zu nennen. Der Ministerpräsident griff damit Formulierungen auf, die er und seine Verbündeten in den vergangenen Jahren wiederholt verwendet hatten, um den Druck auf die Regierung in Teheran zu rechtfertigen.