Die NEOS-Partei hat angekündigt, die Altersteilzeit in Österreich deutlich zu kürzen und künftig nur noch Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen zugänglich zu machen, womit jährliche Einsparungen von rund 250 Millionen Euro erzielt werden sollen.

Der Sozialsprecher der NEOS, Johannes Gasser, erläuterte die Pläne in einer Presseaussendung. Er bezeichnete die bisherige Form der Altersteilzeit als teure und wenig treffsichere Maßnahme. „Wir NEOS haben die Altersteilzeit immer skeptisch gesehen, weil sie in ihrer bisherigen Form eine teure und wenig treffsichere Gießkanne war“, wird Gasser zitiert. Auch die Kritik des Rechnungshofes habe die Probleme des Programms klar gezeigt: „Auch Kritik des Rechnungshofes habe dies klar gezeigt.“

Hintergrund: Fehlende AMS-Einsparungen

Hintergrund der Reform ist eine Lücke im Budget: Die Regierung hatte ursprünglich Einsparungen von rund 200 Millionen Euro beim sogenannten „Zwischenparken“ von Arbeitskräften beim Arbeitsmarktservice (AMS) angekündigt. Diese Mittel waren im Budget eingeplant, sind nun aber offenbar nicht mehr gesichert. „Eigentlich hatte die Regierung Einsparungen von rund 200 Mio. Euro beim sogenannten ‚Zwischenparken‘ von Arbeitskräften beim Arbeitsmarktservice (AMS) angekündigt“, heißt es aus den Reihen der NEOS. Die Regierung „konnte sich aber bis zuletzt nicht auf eine Lösung einigen“.