Der Bausoftwarespezialist Nemetschek hat am Dienstag nach der HCSS-Übernahme seine Jahresziele bestätigt, einen zusätzlichen Wachstumsbeitrag in Aussicht gestellt und an der Börse ein Kursplus von 4,3 Prozent verzeichnet.

HCSS-Übernahme und Margeneffekt

FRANKFURT (dpa-AFX). Die Nemetschek SE, Spezialist für Bau- und Architektur-Software, sieht sich nach der im April angekündigten Übernahme des Münchener Unternehmens HCSS auf Kurs. „Nemetschek bestätigte die Jahresziele für das Umsatzwachstum und die operative Marge“, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im Gegenzug sorgten die Nachrichten an der Börse für Auftrieb: Die Aktie gewann 4,3 Prozent auf 62,60 Euro.

Durch den Zukauf erwartet Nemetschek nach eigenen Angaben „einen zusätzlichen Beitrag zum Konzernumsatzwachstum von sechs Prozentpunkten“. HCSS ist auf Software für Infrastruktur und Tiefbau spezialisiert und erwirtschaftete im vergangenen Jahr 215 Millionen Dollar (188,78 Mio. Euro) Umsatz. Mit 550 Mitarbeitern kam das 1986 gegründete Unternehmen zuletzt auf eine EBITDA-Marge von etwa 40 Prozent.