Beim NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara empfängt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan 32 Staats- und Regierungschefs des westlichen Verteidigungsbündnisses und stellt die Türkei als strategisch unverzichtbare Macht innerhalb der Allianz dar.
Polizeieinsatz und Sicherheitsvorkehrungen
Der Gipfel findet im Präsidentenpalast in Ankara statt, den Erdogan für sich hatte errichten lassen. Zehntausende Polizistinnen und Polizisten wurden in die Hauptstadt entsandt, die Luftabwehr ist in erhöhter Bereitschaft. Im Vorfeld wurden Demonstrationen verboten, Websites blockiert und Hunderte Menschen festgenommen oder mit Haftbefehl gesucht, darunter regierungskritische Journalistinnen und Journalisten sowie Aktivistinnen und Aktivisten.
Die Türkei ist nach den USA die zweitgrößte Armee des Bündnisses und seit 1952 NATO-Mitglied. Der letzte NATO-Gipfel auf türkischem Boden liegt 22 Jahre zurück. NATO nutzt bereits drei türkische Militärbasen, und bis 2028 soll in Adana ein multinationales NATO-Kommando für Landstreitkräfte sowie ein maritimer Knotenpunkt in Istanbul entstehen.
