Die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Polens haben sich am Mittwochabend im Berliner Kanzleramt zu einem Gipfel der sogenannten E5-Gruppe getroffen, um vor dem NATO-Gipfel in Ankara einen gemeinsamen Kurs abzustimmen.

Fünf Botschaften an die Welt

Es war das erste Spitzentreffen der E5 seit dem NATO-Gipfel im Juni 2025 in Den Haag. Bundeskanzler Friedrich Merz empfing den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und den britischen Premierminister Keir Starmer im Kanzleramt. NATO-Generalsekretär Mark Rutte wurde aus Washington zugeschaltet, wo er im Anschluss mit dem US-Präsidenten zusammentraf.

Merz formulierte nach dem Treffen fünf gemeinsame Botschaften der Gruppe. Ein erfolgreicher Verlauf des NATO-Gipfels "dient unserer Sicherheit in gefährlichen Zeiten", sagte er. Die Bundesregierung schlage zudem vor, "dass wir Kiew als europäische NATO-Alliierte eine starke Finanzierungszusage geben". Die Botschaft an Russland laute: "Die Ukraine bleibt stark." Moskau müsse daraus Schlüsse ziehen: "Es wird Zeit, in Friedensgespräche einzutreten."