Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat am 03. Juli 2026 ein unbemanntes Schleppraumschiff namens "Link" von einem Atoll der Marshallinseln im Südpazifik ins All geschickt, um das Weltraumteleskop "Swift" vor dem Absturz zu bewahren und in eine höhere Umlaufbahn zurückzuführen.

Start im Südpazifik

Das Schleppraumschiff "Link" hob am Freitag um 10:36 Uhr MESZ mithilfe eines "Stargazer"-Flugzeugs und einer "Pegasus"-Rakete von einem Atoll der Marshallinseln im Südpazifik ab. Ein unbemanntes Schleppraumschiff namens "Link" hob dafür von einem Atoll der Marshallinseln im Südpazifik ab. Die Pegasus-XL-Rakete wurde zunächst von einem Stargazer-Flugzeug auf rund 12.000 Meter Höhe gebracht und dort ausgeklinkt, wie die Nasa mitteilte. Nach der Zündung der drei Feststoffstufen gelangte Link in eine niedrige Erdumlaufbahn.

Mit der Mission verfolgt die Nasa das Ziel, das Weltraumteleskop "Swift" vor einem drohenden Absturz zu bewahren und seine wissenschaftliche Nutzung für weitere Jahre zu sichern. "Swift" ist zwar in gutem Zustand, verliert in seiner niedrigen Erdumlaufbahn aber allmählich an Höhe. Grund ist der geringe Widerstand der Erdatmosphäre, welcher Satelliten ohne eigenen Bahnantrieb langsam absinken lässt. Starke Sonnenstürme verstärkten diesen Effekt bei Swift, sodass der Satellit schneller als erwartet einer gefährlich niedrigen Umlaufbahn näherkam.