Julian Nagelsmann wird nach einer dreistündigen Krisensitzung mit der DFB-Spitze in Frankfurt am Main seinen Rücktritt als Bundestrainer erklären und macht damit den Weg für einen Nachfolger frei.

Aus im Elfmeterschießen

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der WM in den USA bereits im Sechzehntelfinale gescheitert. Nagelsmann war mit der DFB-Auswahl in der Nacht von Montag auf Dienstag im Sechzehntelfinale der WM im Elfmeterschießen an Paraguay gescheitert. Nach dem 1:2 gegen den Außenseiter in Foxborough hatte der 38-Jährige noch erklärt, weitermachen zu wollen. „Ich bin keiner der wegläuft. Ich stehe zur Verfügung und mache bis zur Europameisterschaft 2028 weiter“, sagte Nagelsmann im Stadion.

Doch nur wenige Tage später fiel die Entscheidung in einer „geheimen Sitzung“ in der DFB-Zentrale. Wie der TV-Sender Sky und die „Bild“-Zeitung berichteten, wurde Nagelsmann dort am Donnerstagmorgen drei Stunden lang zu den Gründen des frühen Scheiterns befragt. „Nagelsmann habe sich zur Kaderzusammenstellung, seinen Personal-Entscheidungen während des Turniers sowie dem täglichen Miteinander im Basecamp des Teams äußern müssen“, hieß es. Anschließend habe ihm DFB-Präsident Bernd Neuendorf nahegelegt, freiwillig von seinem Amt zurückzutreten. „Nagelsmann solle sich Bedenkzeit erbeten haben“, berichtete die Sportschau. Über die Auflösung eines Vertrags von Nagelsmann würde der DFB-Aufsichtsrat entscheiden.