Eine aktuelle Studie von Creditreform Österreich und CH Consult zeigt, dass in Österreich bis 2030 rund 45 Prozent aller Unternehmen eine Nachfolgelösung finden müssen.
Auf Österreichs Wirtschaft rollt eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre zu: Bis zum Ende dieses Jahrzehnts muss nahezu jedes zweite mittelständische Unternehmen eine Nachfolgelösung finden. Das zeigt eine aktuelle Studie von Creditreform Österreich und CH Consult, für die rund 1.400 Unternehmerinnen und Unternehmer befragt wurden.
Die Erhebung wurde gemeinsam mit Daten von KMU Forschung Austria und der Wirtschaftskammer Österreich ausgewertet. Demnach werden bis 2029 etwa 51.000 Arbeitgeberbetriebe vor einer Nachfolgefrage stehen. Rund 692.000 Arbeitsplätze hängen unmittelbar an diesen anstehenden Betriebsübergaben.
Externe Lösungen auf dem Vormarsch
40 Prozent der österreichischen Unternehmen planen laut der Studie eine externe Nachfolge, also einen Verkauf an Investoren oder eine Übernahme durch Management und Mitarbeiter. Zugleich können sich 34 Prozent der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer vorstellen, selbst einen Betrieb zu übernehmen.
Der klassische Weg über die Familie verliert hingegen an Gewicht. "Die klassische Familiennachfolge bleibt wichtig, verliert aber kontinuierlich an Bedeutung", erklärt Gerhard Weinhofer von Creditreform. Wo es dennoch zu einer Übergabe innerhalb der Familie kommt, geschieht dies in 80 Prozent der Fälle ohne finanziellen Ausgleich. Immer häufiger übernehmen externe Käufer oder Mitarbeiter die Betriebe, während familieninterne Nachfolgen weiter zurückgehen.
