Am 15. Juli 2026 sind nach einem im Februar geschlossenen Abkommen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien sämtliche Grenzkontrollen am Landübergang zwischen Spanien und Gibraltar aufgehoben worden.
Mit dem Inkrafttreten des Vertrags dürfen Personen und Waren den rund 1,2 Kilometer langen Landübergang zwischen dem spanischen Festland und dem britischen Überseegebiet ohne die bisherigen Kontrollen passieren. Passkontrollen finden laut Vereinbarung nur noch am Flughafen und am Hafen Gibraltars statt, wo künftig Beamte der gibraltarischen Behörden gemeinsam mit spanischer Nationalpolizei die Einreise in den Schengenraum überwachen. Der etwa 150 Meter lange Fußgängerübergang entlang des Grenzzauns ist ab sofort barrierefrei nutzbar.
Inhalt des Abkommens
Das Abkommen war im Februar zwischen der EU und Großbritannien ausgehandelt und am 14. Juli 2026 in Madrid unterzeichnet worden. Es sieht vor, dass Gibraltar eng an den Schengenraum angebunden wird, ohne dem Schengen-Gebiet förmlich beizutreten. Zeitgleich werden EU-Zollregelungen auf das britische Überseegebiet ausgedehnt. Gleichzeitig wird auf Waren aus der EU eine neue Transaktionssteuer erhoben, die zunächst 15 Prozent beträgt und innerhalb von drei Jahren auf 17 Prozent steigen soll – den niedrigsten Mehrwertsteuersatz eines EU-Staates.
