Die Europäische Union und Großbritannien haben am Mittwoch ein Grenzabkommen für Gibraltar unterzeichnet, das die Landgrenze zwischen Spanien und dem britischen Überseegebiet für den Personen- und Warenverkehr weitgehend öffnet.
Wegfall der Kontrollen am Mittwoch
Seit Mitternacht gibt es an der Grenze zwischen Spanien und Gibraltar keine Grenzkontrollen mehr. Personen und Waren können das etwa einen Kilometer lange Grenzbauwerk, das 1908 errichtet worden war, ohne die bisher üblichen Kontrollen passieren. Passkontrollen erfolgen nur noch am Flughafen und am Hafen Gibraltars. Bei der Einreise nach Gibraltar gelten dann die Schengen-Regeln.
Das Abkommen war bereits im Februar zwischen der EU und Großbritannien erzielt worden und trat nun am Mittwoch formell in Kraft. Ein Sprecher des britischen Premierministers Keir Starmer erklärte: „Das Abkommen sichert langfristig den Personen- und Warenverkehr über die Grenze, während es die Souveränität des Vereinigten Königreichs und Gibraltars verfassungsrechtliche Position schützt. Damit wird der Status Gibraltars enger an den Schengen-Raum und an neue Zollregelungen mit der EU angebunden.
