Das Münchner Start-up Proxima Fusion hat in einer Finanzierungsrunde 411 Millionen Euro für den Bau eines Fusionsreaktors vom Typ Stellarator eingesammelt und damit nach eigenen Angaben den Unicorn-Status erreicht.
Proxima Fusion wurde aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und dessen Wendelstein-Stellarator-Programm ausgegründet. Das Unternehmen setzt auf magnetischen Einschluss und entwickelt einen Stellarator, dessen komplexe Magnetspulen das eingeschlossene Plasma verdrehen und so einen Dauerbetrieb ermöglichen sollen. Damit unterscheidet sich der Ansatz vom häufigeren Tokamak-Design, das eher einer Donutform ähnelt.
Mit der jüngsten Finanzierungsrunde erreichte das Start-up nach eigenen Angaben eine Bewertung von mehr als 2,4 Milliarden Euro. Die neu eingeworbenen Mittel sollen in den Bau, den Ausbau der Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten sowie die Weiterentwicklung der Kerntechnologien fließen. Zu den Investoren gehören unter anderem RWE und Google (Alphabet C).
