Rostock, 09 Juni 2026

Im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow hat die Angeklagte Gina H. nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in einem Chat selbst das Wort „Brandleiche" eingeführt, wie am zehnten Verhandlungstag vor dem Landgericht Rostock deutlich wurde.

An dem Tag wurde Fabian laut Staatsanwaltschaft an einem Tümpel bei Klein Upahl (Landkreis Rostock) ermordet und die Leiche dann fast völlig verbrannt. Gina H. wird heimtückischer Mord vorgeworfen. Nach Darstellung der Anklage soll sie Fabian am 10. Oktober 2025 getötet haben, weil sie dachte, das Kind stehe einer Wiederbelebung ihrer Beziehung zu Fabians Vater im Weg. Dieser hatte sich knapp zwei Monate zuvor nach vierjähriger Beziehung von Gina H. getrennt.

Der Prozess zum Tod des kleinen Fabians aus Güstrow (Landkreis Rostock) wird an diesem Dienstag mit den Aussagen weiterer Zeugen fortgesetzt. Am zehnten Verhandlungstag standen jedoch zunächst die Auswertungen des Smartphones der Angeklagten im Zentrum. Ein Polizeibeamter und Digitalforensiker sagte am Landgericht Rostock, die 30-Jährige habe das Smartphone intensivst genutzt und binnen viereinhalb Tagen unter anderem 1.100 Sprachnachrichten geschickt, 207 Telefonate geführt und über 3.100-mal Messengerdienste genutzt.