Ein Meteotsunami hat am Donnerstagabend gegen 23:00 Uhr den Hafenort Stari Grad auf der kroatischen Insel Hvar getroffen und Urlauber sowie Anwohner mit plötzlich steigendem und fallendem Wasser überrascht.

Plötzlicher Rückgang und schneller Anstieg

Das ungewöhnliche Naturereignis ereignete sich, als ein schweres Gewitter über die offene See der nördlichen und teilweise mittleren Adria zog. In der Folge kam es an mehreren Abschnitten der kroatischen Küste zu rasanten Schwankungen des Meeresspiegels. Zunächst registrierten Messstellen einen Rückgang des Wassers um rund 60 Zentimeter unter den Normalpegel, bevor die See in einer zweiten Phase plötzlich wieder anstieg und die Uferpromenade unter Wasser setzte. Im flachen Hafenbecken lagen Boote dadurch kurzzeitig auf dem Trockenen.

Der Anblick sorgte bei vielen Urlaubern, die das Phänomen zum ersten Mal erlebten, für Unruhe. Wie das Portal Dalmacija Danas unter Berufung auf Augenzeugen berichtete, reichte das Wasser mancherorts bis zu den Knien. „Die Touristen, die dieses Phänomen zum ersten Mal erlebten, waren schockiert, viele sind davongelaufen. Manchen reichte das Wasser bis zu den Knien“, heißt es in dem Bericht. Die ersten größeren Überschwemmungen wurden demnach in Pula in Istrien beobachtet.