Bundeskanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat am Freitagnachmittag die deutlich gestiegenen deutschen Verteidigungsausgaben erläutert und auf den NATO-Gipfel in Ankara an diesem Dienstag und Mittwoch verwiesen.
Das Gespräch zwischen Merz und Trump fand am Freitagnachmittag statt und diente nach Angaben aus Regierungskreisen der Vorbereitung des anstehenden NATO-Gipfels in Ankara. Im Zentrum standen die Verteidigungsausgaben Deutschlands sowie weiterer europäischer Bündnispartner, die Trump zuletzt öffentlich kritisiert hatte. Merz habe dabei deutlich gemacht, dass die von Trump auf Truth Social zitierten Zahlen nicht mehr aktuell seien.
Hintergrund der Verstimmungen ist eine Äußerung Trumps, wonach er die Verteidigungsausgaben Deutschlands, Großbritanniens und Italiens auf Grundlage älterer Daten als „lächerlich“ bezeichnet hatte. Die Bundesregierung verweist dagegen auf eine erhebliche Steigerung: Deutschland habe seine Verteidigungsausgaben seitdem nach eigenen Angaben um rund 25 Milliarden Euro auf 124 Milliarden Euro erhöht. Die europäischen Alliierten insgesamt hätten ihre Verteidigungsausgaben in den vergangenen zwölf Monaten laut Regierungskreisen um mehr als 100 Milliarden Euro gesteigert.
