Eine von Österreich und Rumänien geleitete, weltweit koordinierte Polizeiaktion gegen Menschenhandel hat im Juni 2026 mit 1.024 Festnahmen und 2.070 identifizierten potenziellen Opfern geendet, wie das österreichische Bundeskriminalamt am 6. Juli 2026 mitteilte.

Die Operation mit dem Namen "EMPACT Joint Action Days Global Chain" wurde gemeinsam von Österreich und Rumänien geleitet und lief nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BK) in 59 Ländern. Unterstützt und koordiniert wurde der Einsatz von der europäischen Polizeiagentur Europol, der internationalen Polizeiorganisation Interpol sowie der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Die potenziellen Opfer stammen den Ermittlern zufolge aus 45 verschiedenen Ländern.

Internationale Koordination durch Europol, Interpol und Frontex

"Die gemeinsame Leitung dieser internationalen Schwerpunktaktion durch Österreich und Rumänien unterstreicht die bedeutende Rolle des Bundeskriminalamtes in der europäischen Bekämpfung des Menschenhandels", sagte BK-Direktor Andreas Holzer laut der Aussendung. Er wertete das Ergebnis als Resultat einer "vertrauensvollen internationalen Zusammenarbeit und eines raschen Informationsaustauschs" zwischen den beteiligten Staaten. Holzer betonte zudem: "Nur wenn wir Kräfte über Grenzen hinweg bündeln, können wir Täternetzwerke wirksam bekämpfen, Opfer schützen und organisierte Kriminalität nachhaltig zurückdrängen."