Im ersten Halbjahr 2026 sind deutlich mehr Menschen freiwillig aus Deutschland ausgereist als abgeschoben worden, während die Bundespolizei zugleich in Hunderten Fällen Zwangsgelder gegen Airlines verhängte.
Die Bundesregierung verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 einen klaren Anstieg freiwilliger Ausreisen aus Deutschland. Damit liegt die Zahl der eigenständig angetretenen Rückreisen über der Zahl der zwangsweisen Abschiebungen, wie aus Regierungsangaben hervorgeht.
Die Bundespolizei verhängte im selben Zeitraum in 867 Fällen ein Zwangsgeld gegen Fluggesellschaften. Grund war jeweils, dass eine Airline einen ausländischen Staatsbürger ohne gültigen Aufenthaltstitel beziehungsweise ohne Pass nach Deutschland befördert hatte.
Zwangsgelder gegen Airlines
Für die Sicherheitsbegleitung bei Rückführungen sind dem Bund im ersten Halbjahr 2026 Kosten in Höhe von rund 5,93 Millionen Euro entstanden. Diese Ausgaben decken Begleitpersonen und organisatorische Maßnahmen ab, die notwendig sind, wenn Ausreisepflichtige auf dem Luftweg in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden.
