Mehr als drei Wochen nach dem verheerenden Doppelbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten nach offiziellen Angaben auf 5.119 gestiegen, während die Behörden weiter keine Angaben zur Zahl der Vermissten machen.
Parlamentspräsident Jorge Rodriguez schrieb gestern auf Telegram, dass seit der Katastrophe 5.119 Tote gezählt worden seien. Damit hat sich die Opferbilanz des Doppelbebens vom 24. Juni weiter erhöht. Die Zahl der Verletzten wurde unverändert mit 16.740 angegeben.
Die beiden Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten Venezuela am 24. Juni im Abstand von nur 39 Sekunden erschüttert. Am schwersten betroffen war der nahe der Hauptstadt Caracas gelegene Bundesstaat La Guaira mit der gleichnamigen Hafenstadt. Dort werden weiter Leichen aus den Trümmern eingestürzter Gebäude geborgen.
Erdbeben erschüttern Venezuela
Zur Zahl der Vermissten machen die venezolanischen Behörden weiterhin keine Angaben. Nach Schätzungen der UNO könnte sie bei bis zu 50.000 liegen. Diese Schätzung verdeutlicht das Ausmaß der Katastrophe, die das Land seit Ende Juni erschüttert.
Die Suche nach Überlebenden und die Bergung von Toten dauert in mehreren Stadtteilen von La Guaira an. Rettungskräfte und Freiwillige arbeiten sich durch die Trümmer eingestürzter Gebäude, während die Infrastruktur in der Region schwer beschädigt bleibt.
Suche nach Vermissten und internationale Hilfe
Internationale Hilfsorganisationen haben nach dem Beben humanitäre Hilfe angekündigt. Die genauen Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung werden weiterhin erfasst, da die Behörden bisher keine umfassenden Informationen zu den Vermissten veröffentlicht haben.
