Mehr als zwei Wochen nach zwei schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 in Venezuela ist die Zahl der bestätigten Todesopfer nach Angaben der Regierung in Caracas auf 4.118 gestiegen, während die Vereinten Nationen die Zahl der Vermissten auf bis zu 50.000 schätzen.

Die Katastrophe ereignete sich am 24. Juni, als zwei heftige Erdbeben das südamerikanische Land im Abstand von nur 39 Sekunden erschütterten. Das erste Beben erreichte nach Angaben der Seismologen die Stärke 7,2, das zweite folgte nur Sekunden später mit einer Stärke von 7,5. Die Doppelbeben trafen eine ohnehin angespannte Region und richteten schwere Schäden an Gebäuden, Straßen und der Infrastruktur an.

Am schwersten betroffen ist der nördlich der Hauptstadt Caracas gelegene Bundesstaat La Guaira mit der gleichnamigen Hafenstadt. Aus dieser Region stammen die meisten der bestätigten Todesopfer. Rettungskräfte suchten auch mehr als zwei Wochen nach den Beben noch in den Trümmern nach Überlebenden, während die Hoffnung auf weitere Gerettete schwand.