Caracas, 30 Juni 2026

Nach den beiden schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 in Venezuela vom Mittwochabend dauern die Rettungsarbeiten in den Küstenregionen um La Guaira an, während die offizielle Opferzahl auf 1.450 Gestorbene gestiegen ist und Zehntausende Menschen weiter vermisst werden.

Die direkt aufeinanderfolgenden Erdbeben haben ganze Wohnviertel dem Erdboden gleichgemacht. Das Beben war das schwerste in dem südamerikanischen Land seit mehr als einem Jahrhundert. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden immer noch mehr als 50.000 Menschen vermisst. Zehntausende Menschen werden noch vermisst.

Schwerstes Beben seit über hundert Jahren

Nach den Beben wurden insgesamt mehr als 430 Nachbeben registriert. Besonders schwer ist die Zerstörung in den Küstenstädten Catia La Mar, La Guaira und Caraballeda, wo Hotels und Ferienwohnungen die Strandpromenade säumen. Der Untergrund am Küstenstreifen ist relativ sandig. Die Wellenbewegungen des Erdbebens versetzten den sandigen Boden in Schwingungen. Die Sandkörner verloren durch die Bewegung ihren Halt untereinander. Diese sogenannte Bodenverflüssigung machte den Untergrund weich – zu weich. Viele mehrstöckige Häuser an der Küste kippten binnen Sekunden um.