Wiesbaden, 15 Juli 2026

Die Wirtschaftsauskunftei Schufa speichert einem Medienbericht zufolge veraltete Daten von zahlreichen Verbraucherinnen und Verbrauchern deutlich länger als bisher angenommen, darunter frühere Kredite, Pfändungen, Privatinsolvenzen und längst beglichene Schulden.

Die Wirtschaftsauskunftei Schufa speichert einem Medienbericht zufolge veraltete Daten von zahlreichen Verbraucherinnen und Verbrauchern deutlich länger als bisher angenommen. Wie NDR und die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) am Mittwoch unter Verweis auf eine gemeinsame Recherche berichteten, geht es unter anderem um frühere Kredite und Kreditkarten, Pfändungen und Privatinsolvenzen oder auch um längst beglichene Schulden. Die Betroffenen hätten bislang angenommen, dass diese Daten längst gelöscht seien.

Was ist die Schattendatenbank?

Die Recherche beschreibt demnach eine sogenannte "Schattendatenbank", in der diese sensiblen Informationen weiterhin vorgehalten werden. Auch in der Fachwelt sei diese "Schattendatenbank" bisher quasi unbekannt. Bei Anfragen von Verbraucherinnen und Verbrauchern über ihr Konto bei der Schufa gebe es keinen Hinweis auf diese Speicherung. Die Betroffenen erführen nichts davon, dass ihre Daten weiterhin in dem System lägen.

Die Schufa verdient ihr Geld mit Informationen zur Kreditwürdigkeit für Kreditinstitute und Handelsunternehmen. Das private Unternehmen mit Sitz in Wiesbaden nutzt die sensiblen gespeicherten Daten eigenen Angaben zufolge für Tests, deren Ergebnisse es an Firmen weitergebe. Schufa ist die Abkürzung für "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung". Die Schufa selbst betonte, das Vorgehen sei rechtens.