Der kanadische Autozulieferer Magna will sein Werk im bayerischen Dorfprozelten im Landkreis Miltenberg zur Mitte des kommenden Jahres schließen, wovon 216 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen sind.

Hintergrund: Standort mit langer Geschichte

Der kanadische Autozulieferer Magna plant die Schließung seines Werks im unterfränkischen Dorfprozelten. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen 216 Beschäftigte von der Werkschließung betroffen sein. Das Werk stellt Außen- und Rückspiegel her und soll zur Mitte des kommenden Jahres geschlossen werden. Begründet wird der Schritt mit einer anhaltend negativen Geschäfts- und Marktentwicklung.

Die Gewerkschaft IG Metall zeigte sich empört über die Entscheidung. Percy Scheidler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Aschaffenburg, erklärte: "Wir haben mehrfach auf veränderte Marktbedingungen reagiert, Konzepte angepasst und konstruktive Vorschläge eingebracht. Umso enttäuschter und entsetzter sind wir über diese Entscheidung." Die Gewerkschaft kritisierte, dass das Management entschieden habe, die für den Standort zentrale Zukunftstechnologie "LC-Spiegelglas" nicht weiterzuentwickeln und nicht zur Serienreife zu führen.