PSG Champions-League-Sieg 2026: Luis Enriques dritter Titel | finanz360
Luis Enrique führt PSG zum dritten Champions-League-Titel und verteidigt die Krone
Budapest, 31. Mai 2026
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Kurzfassung
Paris Saint-Germain hat den Champions-League-Titel erfolgreich verteidigt und Arsenal im Finale von Budapest mit 4:3 im Elfmeterschießen bezwungen. Trainer Luis Enrique krönt sich damit zum dritten Mal als Königsklassen-Sieger und steigt in den exklusiven Kreis der größten Trainer der Geschichte auf.
Paris Saint-Germain gewann am Samstagabend in der Puskás Aréna von Budapest das Champions-League-Finale gegen den FC Arsenal mit 4:3 im Elfmeterschießen und verteidigte damit als erst zweiter Klub der Geschichte erfolgreich den Titel.
Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Kai Havertz brachte Arsenal bereits in der 6. Minute in Führung, ehe Ousmane Dembélé in der 65. Minute einen von Schiedsrichter Daniel Siebert verhängten Handelfmeter zum Ausgleich verwandelte. In der Verlängerung fielen keine weiteren Tore, sodass die Entscheidung vom Punkt fallen musste.
Dort verschossen für Arsenal Eberechi Eze und Gabriel, während auf PSG-Seite nur Nuno Mendes scheiterte. Den entscheidenden Fehlschuss leistete sich der Brasilianer Gabriel, womit Paris Saint-Germain den vierten Treffer im Shootout zum Titelgewinn nutzte.
Ein historischer Hattrick für Luis Enrique
Für Luis Enrique ist es der dritte Champions-League-Triumph als Trainer. Zuvor hatte er den Wettbewerb 2015 mit dem FC Barcelona sowie 2025 mit PSG gewonnen. Er zieht damit mit Zinédine Zidane, Pep Guardiola und Carlo Ancelotti gleich, die ebenfalls drei Titel als Coach errungen haben.
Die spanische Sportzeitung Mundo Deportivo schrieb, die drei Titel bestätigten Luis Enrique als einen der größten Trainer der Geschichte und als den derzeit besten. Marca befand, der PSG-Coach sei „in den Olymp“ aufgestiegen, und Sport forderte gar „eine Statue in Paris“.
PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi würdigte seinen Trainer überschwänglich. Luis Enrique sei „etwas ganz, ganz Besonderes – als Trainer, als Mensch, als Persönlichkeit“. Er fügte hinzu: „Es geht um das Projekt, und er ist der Beste für dieses Projekt.“
Vom Star-Ensemble zur Familien-Mannschaft
Luis Enrique selbst zeigte sich nach dem Abpfiff überglücklich. „Es ist ein Mix aus Aufregung, Müdigkeit, allem. Aber es ist der beste Moment der Saison. Wir sind wieder Champions, zum zweiten Mal in Folge. Das ist unglaublich“, sagte er. Auf die Frage, ob er im kommenden Jahr den dritten Titel in Folge holen werde, lachte er und antwortete: „Ich hoffe es.“
Der 56-jährige Spanier hatte das Amt bei Paris Saint-Germain im Juli 2023 übernommen – in einem Sommer, in dem die Superstars Lionel Messi und Neymar den Klub verließen. Ein Jahr später folgte ihnen Kylian Mbappé. Trotz des Aderlasses erreichte PSG in Enriques erster Saison das Halbfinale und gewann anschließend zweimal in Serie die Champions League.
Entscheidend für den Erfolg war der von Luis Enrique forcierte Teamgeist. Verteidiger Achraf Hakimi, der rechtzeitig zum Finale von einer Verletzung zurückgekehrt war und 120 Minuten durchspielte, sagte nach der Partie bei DAZN: „Wir folgen ihm, wir vertrauen ihm. Seit dem ersten Tag hat er uns gezeigt, dass das Team wichtiger ist als der einzelne Spieler. Wir sind nicht nur ein Team, wir sind eine Familie.“
Mittelfeldspieler Vitinha, der zum besten Spieler des Finals gewählt wurde, ergänzte: „Dieser Wille, immer mehr zu gewinnen – dafür ist Luis Enrique verantwortlich. Ich hoffe, er treibt uns an, noch mehr zu gewinnen.“
PSG schreibt Champions-League-Geschichte
PSG ist nach Real Madrid (2016 bis 2018) der erste Klub, der den Champions-League-Titel verteidigen konnte. Der Hauptstadtklub untermauert damit seinen Status als europäisches Schwergewicht, nachdem er in Frankreich ohnehin als Serienmeister dominiert.
Auf Seiten des unterlegenen Finalisten schrieb Kai Havertz Geschichte: Der deutsche Nationalspieler ist der erste Fußballer, der in zwei verschiedenen Champions-League-Endspielen getroffen hat – 2021 hatte er für den FC Chelsea gegen Manchester City das Siegtor erzielt.
Macron feiert mit – Krawalle trüben die Nacht
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gratulierte dem Klub umgehend. „Ein neuer Stern erstrahlt über Paris! Glückwunsch an PSG, die ganz Europa zum Träumen bringen. Frankreich ist stolz“, ließ er verlauten.
Die Feierlichkeiten in der französischen Hauptstadt wurden jedoch von Ausschreitungen überschattet. Innenminister Laurent Nuñez gab bekannt, dass landesweit 416 Personen festgenommen wurden, 283 davon im Großraum Paris. Sieben Polizisten erlitten Verletzungen.
Zu Zusammenstößen zwischen Vermummten und Sicherheitskräften kam es auf den Champs-Élysées, wo Projektile und Tränengas eingesetzt wurden. In rund fünfzehn Städten – darunter Rennes, Straßburg, Clermont-Ferrand und Grenoble – wurden Plünderungen gemeldet. Bereits nach dem Triumph im Vorjahr hatte es Krawalle mit zwei Toten, fast 200 Verletzten und 559 Festnahmen gegeben.
Ausblick: Ein Projekt, das weiter wachsen soll
Trotz der Unruhen ist für Sonntagnachmittag ein großer öffentlicher Empfang für die Mannschaft in Paris geplant. Luis Enriques Vertrag beim französischen Meister läuft noch bis zum Sommer 2027.
Mit dem erneuten Titelgewinn festigt der Spanier seinen Platz in den Geschichtsbüchern. Auf die Frage, ob er sich nun als Legende sehe, entgegnete er gewohnt bodenständig: „Legende? Das interessiert mich nicht.“
Fragen & Antworten
Wie viele Champions-League-Titel hat Luis Enrique jetzt als Trainer gewonnen?
Luis Enrique hat mit dem Sieg 2026 seinen dritten Champions-League-Titel als Trainer gewonnen. Zuvor triumphierte er 2015 mit dem FC Barcelona und 2025 mit Paris Saint-Germain.
Warum ist der PSG-Sieg historisch besonders?
Paris Saint-Germain ist nach Real Madrid (2016–2018) der erste Klub, der den Champions-League-Titel erfolgreich verteidigen konnte. Zudem gelang der Titelgewinn, nachdem die Superstars Messi, Neymar und Mbappé den Verein verlassen hatten.
Welche Rolle spielte Kai Havertz im Finale?
Kai Havertz erzielte in der 6. Minute die Führung für Arsenal und ist damit der erste deutsche Fußballer, der in zwei verschiedenen Champions-League-Endspielen getroffen hat. Sein Tor reichte jedoch nicht zum Sieg, da PSG ausglich und das Elfmeterschießen gewann.