Nach dem Champions-League-Finalsieg von Paris Saint-Germain gegen den FC Arsenal in Budapest ist es in der Nacht zum Montag in zahlreichen französischen Städten zu massiven Ausschreitungen mit fast 900 Festnahmen und rund 180 verletzten Sicherheitskräften gekommen.

Besonders in Paris eskalierte die Lage, als Tausende Menschen auf den Champs-Élysées feierten. Vermummte lieferten sich immer wieder Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften, setzten Pyrotechnik ein und errichteten Barrikaden. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menge zu kontrollieren.

Innenminister Laurent Nuñez bezifferte die Zahl der Festnahmen am Montag auf mehr als 890. Allein in Paris wurden etwa 480 Personen festgenommen, im Großraum Paris waren es 283. Landesweit waren rund 22.000 Polizisten im Einsatz, davon etwa 8.000 in der Hauptstadt.

Innenminister: "Absolut inakzeptabel"

Nuñez erklärte, die Behörden hätten mit Ausschreitungen gerechnet und sich entsprechend vorbereitet. "Es gab feierliche Demonstrationen, die von einer Reihe von Ausschreitungen begleitet waren, was der Situation entspricht, die wir erwartet und daher vorausgesehen hatten. Diese Ausschreitungen sind absolut inakzeptabel", sagte der Minister.