Nach dem Ausscheiden der französischen Fußball-Nationalmannschaft im WM-Halbfinale gegen Spanien hat das Innenministerium in Paris Ausschreitungen in 183 Städten registriert, bei denen Hunderte Menschen festgenommen und Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern angegriffen wurden.

Nach Frankreichs Niederlage im Halbfinale der Fußball-WM gegen Spanien ist es in zahlreichen Städten zu Gewalt gekommen. Wie das Innenministerium in Paris am Mittwoch mitteilte, gab es Konfrontationen mit der Polizei in 183 Städten, darunter Paris und Lyon. Die Behörden sprachen von einer landesweiten Welle der Gewalt, die das Scheitern der Equipe Tricolore bei einem sportlichen Großereignis begleitete.

Nationalfeiertag als Brennglas

Das Halbfinalspiel fiel in Frankreich auf den Nationalfeiertag, den 14. Juli, an dem es häufig zu Ausschreitungen kommt. Bereits in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli kam es in 141 Städten zu Gewalt, Brandstiftungen und dem verbotenen Abfeuern von Feuerwerkskörpern. An beiden Tagen zusammengerechnet wurden in Frankreich landesweit 701 Autos in Brand gesteckt.