In der Nacht zum 22. Juli ist die Flugabwehr in Teheran zum ersten Mal seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg wieder aktiviert worden, während die US-Streitkräfte parallel eine neue Welle von Angriffen auf iranische Militäreinrichtungen flogen.

Neue Angriffe und Reaktionen

Im Nordosten der Millionenmetropole waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete. In verschiedenen Stadtteilen Teherans registrierten iranische Staatsmedien Flugabwehrfeuer, nachdem in den vergangenen Wochen Ruhe eingekehrt war. „Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist wieder die Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran aktiviert worden“, hieß es in Berichten.

Die USA flogen daraufhin Hunderte Luftangriffe auf Ziele an der Südküste Irans, wie es in der Berichterstattung hieß. „Es ist die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angreifen“, hieß es unter Berufung auf Angaben aus den USA. Das für die Region zuständige US-Kommando Centcom teilte auf der Plattform X mit: „Die genauen Ziele der neuen Angriffe machte Centcom nicht bekannt.“

Die iranischen Streitkräfte reagierten mit massiven Raketenangriffen auf US-Ziele in der Golfregion. Die Angriffe zielten nach Angaben aus den USA darauf ab, die Fähigkeit Irans zu schwächen, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen.