Die Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ) rechnet für 2026 mit einer deutlich geringeren Getreideernte als im Vorjahr und führt den Rückgang auf anhaltende Trockenheit, Hitze und Dürre zurück, wie Präsident Josef Moosbrugger am Mittwoch in Wien erklärte.

Die Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ) prognostiziert mit 2,7 Mio. Tonnen bundesweit eine deutlich geringere Getreideerntemenge (ohne Mais) als im Vorjahr (minus 15 Prozent). Wie Präsident Josef Moosbrugger am Mittwoch mitteilte, sind die Ernteerwartungen der laufenden Hitzeperiode weiter im Sinken begriffen. „Trockenheit, Hitze und Dürre setzen der Landwirtschaft in Österreich zu“, fasste Moosbrugger die Lage zusammen.

Sinkende Anbauflächen und Wetterextreme

Die Anbauflächen entwickeln sich ebenfalls rückläufig. Die Getreideanbaufläche ist nach derzeitigen Schätzungen gegenüber dem historischen Tiefststand 2025 weiter um 0,7 Prozent auf erstmals unter 0,5 Millionen Hektar gefallen. Besonders deutlich schrumpften die Flächen für Körnererbsen, die im Jahresvergleich um 21,2 Prozent zurückgingen. Auch die Kartoffelanbaufläche (Erdäpfel) sank mit minus 18,5 Prozent erheblich; bei Stärkekartoffeln betrug der Rückgang sogar 50,5 Prozent. Einen leichten Zuwachs verzeichnete hingegen Raps, dessen Anbaufläche um 5,7 Prozent auf allerdings weiterhin niedrigem Niveau stieg.