Die Autorin Lena Schätte hat am Sonntagmittag in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 gewonnen und sich damit bei der 50. Ausgabe der Tage der deutschsprachigen Literatur gegen 13 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durchgesetzt.

Die mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Auszeichnung erhielt Schätte für ihren Text „Was wir tragen", wie die Jury am Sonntag mitteilte. Vergeben wurde der Preis im österreichischen Klagenfurt, dem traditionellen Austragungsort des Wettbewerbs. Eine siebenköpfige Jury entschied über die Vergabe.

In seiner Laudatio würdigte der einladende Juror Thomas Strässle die literarische Sprache des Textes. In ihrer „Schönheit und Schlichtheit" sei diese literarische Sprache „unübertrefflich", sagte Strässle. Er beschrieb den Text als „von existenzieller Wucht, wichtig und gewichtig, literarisch bedeutend" und lobte Schätte für eine „stupende Unsentimentalität". Der Text sei „so stark und so bezwingend, dass er es nie nötig hat, anklagend und belehrend zu werden".