Eine 62-jährige Berufsschullehrerin aus dem Großraum Duisburg war seit 2009 fast 17 Jahre lang durchgehend krankgeschrieben, obwohl sie nach Erkenntnissen der Ermittler nebenher gearbeitet und Preisgelder eingestrichen haben soll; nun wehrt sie sich vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen ihre Versetzung in den Ruhestand.

Die Lehrerin war zwischen 2003 und 2009 am Berufskolleg Wesel in Nordrhein-Westfalen tätig. Danach reichte sie wegen eines psychischen Leidens kontinuierlich Krankschreibungen ein, wie „Bild" berichtet. Bis 2017 sollte sie an eine andere Schule versetzt werden, unterrichtete jedoch beinahe 17 Jahre lang nicht selbst.

Vorgeschichte und Krankschreibungen

Trotz der langen Abwesenheit bezog sie weiterhin Bezüge nach der Besoldungstabelle zwischen 5.051 und 6.174 Euro im Monat. Laut „Spiegel"-Bericht sei bei einer Durchsuchung ihrer Wohnung „potenziell beweiserhebliches Material" in Form mehrerer Datenträger sichergestellt worden, deren Auswertung andauere.

Im März 2026 wurde die Wohnung der Berufsschul-Lehrerin durchsucht. Im März 2026 leitete auch die Staatsanwaltschaft Duisburg Ermittlungen ein. Allerdings beziehen sich die strafrechtlichen Vorwürfe allein auf die Jahre zwischen 2021 bis 2025.

Ermittlungen und Durchsuchung

Neben dem Unterrichtsausfall soll die Lehrerin parallel beruflich aktiv gewesen sein. Im Jahr 2011 entwickelte sie zudem mit ihrer Partnerin eine Handcreme gegen trockene Haut, belegte beim Wettbewerb „Benchmark Award.Med NRW" den dritten Platz und erhielt 5.000 Euro Preisgeld, wie „Bild" berichtet. Außerdem soll sie an Gründerwettbewerben teilgenommen und sogar ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro erhalten haben.