Der kubanische regimekritische Künstler Luis Manuel Otero Alcántara ist am Samstag in Miami im US-Bundesstaat Florida eingetroffen, nachdem er zuvor fünf Jahre in kubanischer Haft verbracht hatte.

Rubio bestätigt Ankunft und erhöht Druck auf Havanna

Wie das US-Außenministerium mitteilte, bestätigte US-Außenminister Marco Rubio am Samstag die Ankunft Otero Alcántaras in den Vereinigten Staaten. Rubio hatte sich zuvor öffentlich für die Freilassung des Künstlers eingesetzt und nutzte die Bekanntgabe, um erneut Druck auf die kubanische Regierung auszuüben. Rubio erklärte, Otero Alcántara sei tags zuvor in den USA angekommen, und bekräftigte seine Forderung nach der „sofortige Freilassung der mehr als 700 zu Unrecht inhaftierten politischen Gefangenen“ in Kuba.

Otero Alcántara hatte sich zuvor auf seiner Facebook-Seite geäußert und angekündigt, er wolle in den USA „weiterhin Visionen für die Freiheit Kubas entwickeln“. Er gilt als eine der bekanntesten Stimmen der unabhängigen Kunstszene Kubas und wurde international für sein Eintreten für Meinungsfreiheit und Menschenrechte bekannt. Seine Ausreise markiert einen Wendepunkt nach Jahren der Inhaftierung und internationaler Appelle zu seiner Freilassung.