Berlin, 06 August 2026

Mehrere gesetzliche Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen haben nach Medienberichten insgesamt mindestens 220 Millionen Euro durch umstrittene Investments verloren.

Nach gemeinsamen Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) summieren sich die Verluste aus den sogenannten Verius-Fonds auf mindestens 220 Millionen Euro. Betroffen sind mehrere gesetzliche Krankenkassen sowie Kassenärztliche Vereinigungen (KVen), die Gelder ihrer Versicherten beziehungsweise Mitglieder in die Anlageprodukte investiert hatten. Die Berichte stützen sich unter anderem auf Unterlagen, die den betroffenen Fondsunternehmen und Wirtschaftsprüfern vorliegen.

Beim BKK Dachverband bestätigte ein Sprecher auf Anfrage, dass es bei einer fondsgebundenen Vermögensanlage zu einem Totalverlust gekommen sei. Auch die AOK Bremen räumte ein, dass sie durch Engagements in einen der Fonds erhebliche finanzielle Einbußen erlitten habe. Die AOK sprach demnach von einem Schaden im zweistelligen Millionenbereich, ohne den genauen Betrag öffentlich zu beziffern.